Kapitel 4. Treiber aus Sicht der Applikation

Inhaltsverzeichnis
4.1. Die Programmierschnittstelle der Applikation
4.2. Zugriffsmodi

Im Regelfall werden Treiber erstellt, damit Anwenderprogramme auf reale und virtuelle Geräte zugreifen können. Der Zugriff auf die Geräte ist unter Unix und Linux realisiert wie der Zugriff auf Dateien. Konkret heißt das: Unabhängig davon, ob auf Dateien oder ob (über Treiber) auf Geräte zugegriffen wird, kommt immer der gleiche Satz von Systemcalls zum Einsatz. Das einheitliche API für den Zugriff auf Dateien und Geräte erspart dem Anwendungsprogrammierer, für jedes einzelne Gerät erneut einen Satz von Systemcalls und insbesondere deren Aufrufsyntax, Parameter und Verhalten kennen lernen zu müssen.

Die Kenntnis der Systemcalls, ihrer Syntax und ihres Ablaufverhaltens ist nicht nur notwendig, um Testprogramme für den eigenen Treiber erstellen zu können, sondern auch, um später innerhalb des Treibers funktionale Bestandteile, wie beispielsweise die Zugriffsmodi, zu realisieren. In diesem Kapitel werden die wichtigsten Systemcalls für den Gerätezugriff kompakt vorgestellt.

Der Entwickler, der bereits des Öfteren Dateizugriffe in Applikationen realisiert hat, sich also im Umgang mit den Funktionen open, close, read und write und den Zugriffsarten blockierend und nicht blockierend auskennt, kann das Kapitel getrost überspringen und direkt in die Treiberprogrammierung einsteigen.


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