Kapitel 7. Systemaspekte

Inhaltsverzeichnis
7.1. Proc-Filesystem
7.1.1. Der lesende Zugriff auf die Proc-Datei
7.1.2. Schreibzugriffe unterstützen
7.1.3. Sequence-Files
7.2. Das neue Gerätemodell
7.2.1. Treiber anmelden
7.2.2. Geräte anmelden
7.2.3. Geräteklassen
7.2.4. Attributdateien erstellen
7.2.5. Neue Bussysteme anlegen
7.3. Device-Filesystem
7.4. Treiber parametrieren
7.5. Systemintegration
7.5.1. Modutils
7.5.2. Hotplug
7.6. Kernel Build System
7.6.1. Treiberquellen als integrative Erweiterung der Kernelquellen
7.6.2. Modultreiber außerhalb der Kernelquellen
7.7. Intermodul-Kommunikation

Die bisherigen Kapitel zeigten, wie sich ein Treiber in den Kernel und die für den Treiber notwendigen Subsysteme einklinkt. Ein Betriebssystem aber besteht aus mehr als nur dem Kernel. Der Treiberentwickler sollte unbedingt daran denken, seinen Treiber harmonisch ins System einzubinden, um dem Anwender und Administrator den Umgang mit dem Treiber zu erleichtern. Das nun folgende Kapitel stellt daher Komponenten und Mechanismen vor, die ein Treiber unterstützen kann und soll, um weiter reichende Managementfunktionalität anbieten zu können.

Dazu gehört zum einen das Proc-Filesystem (Kapitel Proc-Filesystem). Mit seiner Hilfe hat der Anwender in der Vergangenheit Treiber konfiguriert, die internen Zustände ausgelesen bzw. die Treiber-Parameter modifiziert. Im Kernel 2.6 sollte als Administrations-Interface allerdings das neue Gerätemodell verwendet werden (Kapitel Das neue Gerätemodell). Das Gerätemodell ermöglicht unter anderem funktionierendes Power-Management und auch das automatische Erstellen von Gerätedateien (siehe [Kroah2003]). Das dritte, virtuelle Dateisystem in Linux ist schließlich das Device-Filesystem (devfs). Es kann Gerätedateien dynamisch erzeugen. Auch wenn das Device-Filesystem aller Voraussicht nach wohl nicht zur nächsten Linux-Version gehören wird, sollte es im Kernel 2.6 noch unterstützt werden (Kapitel Device-Filesystem).

In Kapitel Treiber parametrieren werden die Parameterübergaben an die Treiber vorgestellt. Kapitel Systemintegration behandelt im Anschluss, wie sich Treiber automatisch, durch das Betriebssystem, starten lassen. Auch wenn wir bisher unsere Treiber auf Basis einfacher Makefiles generiert haben, soll in Kapitel Kernel Build System das Kernel Build System detaillierter erläutert werden. Damit lassen sich beispielsweise Treiber erstellen, die aus mehreren Quelldateien bestehen. Insbesondere für die eingebetteten Varianten von Linux dürfte der Abschnitt über die Integration des Treibers als fester Teil des Kernels (Built-in-Treiber) interessant sein.

Das Kapitel schließt mit einer Einführung in die Intermodul-Kommunikation (Kapitel Intermodul-Kommunikation).


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